Jeder Mensch trägt ein enormes kreatives Potenzial in sich und kann es wecken. Das Gestalten in verschiedensten Formen, mit verschiedensten Materialen kann dazu dienen, dem inneren Bewegtsein Ausdruck zu geben und es sichtbar zu machen.
Durch unterstützende Gespräche und dem Formulieren dessen, was durch das Gestalten zum Ausdruck kommt, kann ein klärender und lösungsorientierter Prozess in Gang kommen. Der Gedanke - "Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." - von Paul Klee, kann ein Leitgedanke bei der Auseinandersetzung mit sich selbst sein.
Das innere Bewegtsein durch das Gestalten sichtbar machen und das anschliessende Betrachten des so entstandenen Ausdrucks des Inneren, kann auf einem Weg Schritt für Schritt zum Ziel unterstützend sein.
Der Klient selbst bestimmt, mit was und woran er arbeiten möchte. Was er erarbeiten möchte. Er wird ganz eigene Werke schaffen und mit ihnen in Kontakt treten. Der bildnerische Prozess wird nie eingeschränkt. Weder Motive noch Gefühle werden zur Bearbeitung vorgegeben.
Es besteht die Möglichkeit frei oder thematisch zu arbeiten. frei - dies nach dem, was jeweils beim Klienten ist und ihn bewegt thematisch - anhand von Geschichten, anderen Bildern, Musik - der Klient lässt durch hören und / oder sehen, in sich Seiten anklingen, diese aus seiner ganz eigenen Geschichte und bringt sie zum Ausdruck - so entstehen Räume, deren vorgegebene Grenzen zB einer Geschichte, durchlässig werden, durch das Eigene anklingen und gestalten
Das was an Gestaltetem entsteht, wird nicht bewertet. Es wird weder interpretiert, noch erklärt oder vermeintlich geklärt. Es wird bestenfalls vom Klienten betrachtet. Nur er weiss, was es bedeutet. Wenn der Klient es möchte, kann er darüber sprechen. Er selbst wird zu diesem Gespräch einladen.
Als Begleiterin in diesem Prozess halte ich mich stets im Hintergrund. Wenn es der Klient wünscht, kann er mich in seinen gestalterischen Prozess einbeziehen. Das gemeinsame Werk aus der Interaktion ist so möglich.
Ich werde dem Klienten stets mit Respekt und Achtung gegenüber seinem gestalterischen Ausdruck begegnen.
Ich bin mir, gegenüber dem Klienten, jederzeit bewusst, dass durch den gestaltenden Prozess Unbewusstes hervorgerufen werden und ins Bewusstsein treten kann. Ich halte mich mit der dazu notwendigen Achtsamkeit und Aufmerksamkeit gegenüber dem Klienten im Raum auf.